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Berichte von Ehemaligen

Als ich in die Thurgauer Sport-Tagesschule eintrat, war es mein Traum Profifussballer zu werden. Ich wollte das schon von Kindsbeinen an. Aber erst die Sportschule Bürglen hat mir gezeigt, was es wirklich braucht. Vor allem als Herr Z. die Ausbildung in die Hand nahm, war mir klar, dass ich sehr, sehr weit weg von diesem Traum war. Ich wusste zwar, dass es schwer ist, aber gerade so?

Bei Herrn D. war alles noch ein bisschen lockerer, aber doch auch erfolgreich. Mir gefiel das Jahr mit meinen 94er-Kollegen sehr. Wir hatten eine gute Stimmung und ich bekam für einen mit dem Jahrgang 95 viel Spielpraxis. Ich wurde immer selbstbewusster. Im darauffolgenden Sommer konnte ich mit ein bisschen Vorsprung in die neue U14 einsteigen. Ich war sehr stolz, dass ich die Captainbinde tragen durfte. Die Vorrunde lief mittelmässig und in die Rückrunde hatten wir mehr Erfolge. Das Training im Winter musste ich auslassen. Ich hatte eine sehr dumme Verletzung, die mich weit zurückwarf. Ich war sehr enttäuscht, dass ich nicht mittrainieren konnte. Ich musste zusehen wie meine Kollegen immer schneller und kräftiger wurden. Ich war unbefriedigt. Als es wieder bergauf ging, wollte ich so schnell wie möglich wieder in die Mannschaft zurück. Ich schaffte dies auch relativ schnell. In der restlichen Zeit hatte ich keine grossen Verletzungen mehr. Ich hatte in der U15 Rückrunde meine beste Zeit. Ich wurde immer fitter und meine Leistungen im Sport und in der Schule stiegen. Es lief sehr gut, aber es reichte nicht für einen Platz in einem U16 Team. Ich war die ersten Wochen recht enttäuscht, doch ich rappelte mich auf und sagte mir: "jetzt erst recht, jetzt gebe ich Vollgas in meinem Stammverein! Unsere Mannschaft im Stammverein ist eng zusammengeschweisst. Alle verstehen sich prächtig. Auch ausserhalb des Fussballes unternehmen wir Sachen zusammen. Das gefällt mir sehr. Bald bekam ich die Lehrstelle und eine grosse Last fiel von meinen Schultern. Es war alles perfekt. Lehrstelle, Fussball und mein eigenes Wohl stimmte. Es änderte sich bis jetzt nichts daran. Für meine Lehrstelle fühle ich mich gut vorbereitet, im Fussball sind wir mit den B-Junioren FC W. in die Coca-Cola League aufgestiegen und mir geht’s auch super…

In den vier Jahren an der Sportschule wurde ich selbständiger und ruhiger. Ich weiss jetzt besser was lebensnotwendig und was „Luxus“ ist. Meine Persönlichkeit wurde auch gestärkt, indem wir viel mit dem Coach in Verbindung waren und so auch die Lehrer mehr Einfluss auf einen nehmen konnte. Wenn ich das Fazit als Rechnung darstellen müsste, wäre beim Resultat ein Plus vorne…

Sommer 2011

 

 

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